Zwischen Tel Aviv und Berlin – Künstlerinnen-Gespräch mit Lizzie Doron Ausstellungseröffnung "Deutschland. Israel. Einblicke"
Im Rahmen der Ausstellung „Deutschland. Israel. Einblicke“ lädt die Volkshochschule Bocholt zu einem persönlichen Künstlerinnen-Gespräch mit der Schriftstellerin und Aktivistin Lizzie Doron ein. Die israelische Autorin, die ihr Leben zwischen Tel Aviv und Berlin teilt, ist eine der Beitragsautorinnen des gleichnamigen Buches, aus dem die Ausstellung hervorgegangen ist.
Im Gespräch mit Alexandra Nocke – Kulturwissenschaftlerin und Mitherausgeberin des Buches – spricht Lizzie Doron über ihre besondere Beziehung zu Deutschland, ihre literarische Arbeit und ihr politisches Engagement in Israel.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, mit konsekutiver Übersetzung ins Deutsche.
Über Lizzie Doron
Die Schriftstellerin, Friedens- und Menschenrechtsaktivistin Lizzie Doron wurde 1953 in Tel Aviv geboren. Sie wuchs in einem Viertel auf, in dem sich viele jiddischsprachige Holocaust-Überlebende angesiedelt hatten. Mit 18 Jahren zog Doron in einen Kibbuz in den Golanhöhen. Für ihr Linguistik-Studium kehrte sie zurück. Ihr erstes Buch „Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen?“ (1998) setzt sich mit der Lebens- und Verfolgungsgeschichte ihrer Mutter auseinander. In „Who the Fuck is Kafka“ (2015) und „Sweet Occupation“ (2017) thematisiert sie den israelisch-palästinensischen Konflikt. Beide Bücher stießen in Israel auf Ablehnung und wurden dort bis heute nicht verlegt. Seit vielen Jahren setzt sich Doron für die Demokratiebewegung und die Versöhnung von Israelis und Palästinenserinnen und Palästinensern ein. Doron erhielt 2018 den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung. 2019 war sie Friedrich Dürrenmatt Gastprofessorin für Weltliteratur an der Universität Bern. 2021 erschien ihr Roman Was wäre wenn? Zuletzt erschien ihr emotionaler Einblick in den Alltag einer zerrissenen Gesellschaft nach dem 7. Oktober: "Wir spielen Alltag" (2025). Lizzie Doron lebt in Tel Aviv und Berlin.
Über Alexandra Nocke
Dr. Alexandra Nocke arbeitet als Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Autorin. In ihren Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen beschäftigt sie sich mit Fragen von Erinnerung, Identität, Migration und dem deutsch-israelischen Dialog.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der VHS Bocholt-Rhede-Isselburg mit dem Geschäftsbereich Kultur & Archiv inkl. Stadtmuseum Bocholt und der AG Westmünsterland der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. und wird gefördert durch die Stadt Bocholt, das VHS-Projekt „Vielfalt (mit)gestalten – Fokus 2026: Bildungswege demokratisch, professionell, gemeinsam und nachhaltig stärken“ und die Rudolf und Margot Ostermann-Stiftung.
| Kursnummer | BW11002 |
| Beginn | Di., 22.09.2026, um 19:00 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort |
LernWerk R. 1.01 - Veranstaltungssaal (T-Spule) Industriestr. 1, 46395 Bocholt (Barrierefrei zugänglich) |
| Kursleitung |
Dr. Dr. Alexandra Nocke
Lizzie Doron |
| Entgelt | 0,00 € |
Kurstermine 1
| Nummer | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | Dienstag • 22.09.2026 • 19:00 - 21:30 Uhr | LernWerk R. 1.01 - Veranstaltungssaal (T-Spule) |